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Der Ansatz von VertiKKA besteht in der Verknüpfung einzelner Technologiekomponenten, i.e. Fassadenbegrünung, Photovoltaik und neuartiges Abwassermanagement, zu einer innovativen, multifunktionalen Gesamtlösung für urbane Räume: eben VertiKKA, die vertikale Klima-Klär-Anlage. Dabei lassen sich positive Kopplungseffekte der Einzelkomponenten realisieren, welche das Alleinstellungsmerkmal und den innovativen Kern von VertiKKA ausmachen. Zu den positiven Kopplungseffekten zählen, z.B.

  • Pflanzenschutz durch PV-Module bei extremen Witterungsbedingungen (z.B. Wind, Starkregen, winterliche Temperaturen);
  • Ständige Verfügbarkeit von Brauchwasser als Bewässerungswasser;
  • Höhere PV-Stromerträge durch Kühlungseffekte der Pflanzen.

Fassadenbegrünung

Fassadenbegrünungssysteme gibt es von der einfachen bodengebundenen Rankhilfe bis zu neuen wandgebundenen technischen Grünmodulen. Das Potential der Fassadenbegrünung in urbanen Räumen übersteigt dabei die für Stadtgrün verfügbare Bodenfläche um ein Vielfaches. Je nach Ausgestaltung der Fassadenbegrünung lassen sich umfassende positive klimatische, ökologische, medizinische, wirtschaftliche und gestalterische Effekte realisieren. Im Zusammenspiel mit den Komponenten Photovoltaikmodule und Nutzung von Brauchwasser sollen sich diese positiven Wirkungen in VertiKKA optimal entfalten.

Photovoltaik-Module

Im Vergleich zum elektrischen Jahresertrag einer Dach-PV-Anlage ist der einer Fassaden-PV-Anlage zwar geringer, jedoch lassen sich in Wechselwirkung mit den grünen Fassadenelementen Synergiegewinne realisieren. Zum einen trägt die Kühlungswirkung durch die Verdunstung der Feuchtigkeit in den Modulen zur Steigerung des Stromertrages bei, zum anderen bieten die PV-Module Witterungsschutz für die Pflanzen in den Grünmodulen. Im Rahmen von VertiKKA wird die optimale Ausgestaltung von PV-Modulen in Abstimmung mit Grünmodulen und Bewässerungskonzept erforscht.

Abwassermanagement

Häufig wird in Verbindung mit Begrünungskonzepten auf den erhöhten Wasserbedarf hingewiesen. Um diesen Nachteil in einen Vorteil zu wandeln, wird im Rahmen von VertiKKA untersucht, inwieweit sich gespeichertes Regenwasser, im Gebäude separat erfasstes Grauwasser oder sogar vorgereinigtes Schmutzwasser für die Bewässerung von VertiKKA-Modulen eignet. Dabei dürfen die anvisierten positiven Effekte wie z.B. eine erhöhte Ressourcennutzung oder die Entlastung von Kanälen und Kläranlagen nicht auf Kosten von gesundheitlichen Risiken oder der Akzeptanz von VertiKKA-Modulen in der Bevölkerung erzielt werden.